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Es müssen mehr Menschen für den Pflegeberuf gewonnen werden. Das schaffen wir nur durch bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen. Personen aus Thailand, Vietnam oder den Philippinen zu holen ist keine Lösung, so lösen wir die anhaltende Pflegekrise nicht. Neben der dürftigen Entlohnung ist die zunehmende Belastung der Pflegenden eine große Hürde für die Berufsentscheidung. Es ist dringend nötig, den vorgegebenen Pflegeschlüssel zu überarbeiten, beim Pflegegeld verstärkt die Demenz zu berücksichtigen, die Normalarbeitszeit zu reduzieren und den Urlaubsanspruch zu erhöhen. Selbstverständlich sind das Kosten, aber das muss uns eine gesicherte und qualitätsvolle Pflege wert sein. Bei jenen zu sparen, die sich nicht lautstark wehren können ist einfach aber sicher falsch, davon bin ich überzeugt.

 

Bei der Oktoberwanderung erkundeten wir einen Teil des schönen Pesenbachtales. Erstaunlicherweise haben einige diese Strecke mit schöner Aussicht über das Donautal und den Markt Aschach noch nicht gekannt. Auf einem schmalen Steig, vorbei an riesigen Felsformationen ging es Richtung Kerzenstein und zurück zu unserem Ausgangspunkt die Martinsstube im Trops wo uns die Familie Ulreich und Team gut verköstigte.

Einen interessanten Vortrag über Schmerztherapie (Liebscher & Bracht) hielt für uns Sabine Köck im Gasthaus Wöhrer. Sabine gab uns Einblick in die alternativen Therapiemöglichkeiten der Schmerzlinderung. Die kompetente Beratung nahmen viele Anwesende in Anspruch.
Anschließend gab es die Möglichkeit zum Ripperlessen, was gut angenommen wurde.

Kostspielige Anträge
Momentan hör ich immer wieder wie teuer uns die Anträge im Parlament kommen.
Im Nationalrat ist ein Gesetzesvorschlag beschlossen worden, womit die sieben Pflegegeldstufen automatisch ab dem 1. Jänner 2020 jährlich mit dem Pensionsanpassungsfaktor erhöht werden. Der Pensionistenverband begrüßt diese lang fällige Anpassung: "Wir haben die wertmäßige Erhöhung des Pflegegeldes in allen sieben Pflegegeldstufen immer wieder gefordert."
Insgesamt bezogen 2018 etwa 418.000 Österreicher Pflegegeld. Dabei gibt es die meisten Pfleglinge in den Stufen eins bis drei, wo der großteils von Angehörigen zu Hause gepflegt wird. Daher ist die nun beschlossene Anpassung des Pflegegeldes ein wichtiger Schritt, um die Inflation und steigende Lebenserhaltungskosten insbesondere für die häusliche Pflege abzufedern.
Die Geldleistungen aus dem Bundespflegegeldgesetz wurden seit der Einführung im Jahr 1993 fünf Mal erhöht. Die in diesem Zeitraum bis heute eingetretene Inflation wurde bzw. wird dadurch jedoch in Summe nicht entsprechend ausgeglichen, es ist ein Wertverlust zu verzeichnen. Zudem haben sich die Kosten im Bereich der Hauskrankenpflege und der mobilen Altenbetreuung in den letzten Jahren auch wesentlich erhöht.
Die bisherige mangelhafte Valorisierung des Pflegegeldes führte dazu, dass die Finanzierung der Pflege und Betreuung, insbesondere im häuslichen Bereich, zunehmend eine Herausforderung darstellte.
Für mich ist klar: “Die Betreuung alter und kranker Menschen in den Familien ermöglicht ein Altern in der gewohnten Umgebung. Allen pflegenden Angehörigen bringe ich für diese herausfordernde Aufgabe größten Respekt entgegen. Wir müssen dieses Modell für die Zukunft nachhaltig absichern, damit es für alle Beteiligten leistbar ist und möglichst vielen Menschen ein Leben und Altern in Würde daheim möglich ist“.
Vielleicht könnte man sich das Geld bei den exorbitant gestiegenen Managergehältern und bei der Besteuerung von den großen Konzernen und Internetfirmen holen.
Johann Dobesberger
Bezirksvorsitzender

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